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Ein Praktikum bei Cap3 im Bereich UX/UI Design

Ein Artikel aus dem Bereich Cap3 Insights
Ev Meyer
04.08.2022
Ev Meyer

Die Anfangszeit

Aller Anfang ist schwer und jeder Neustart eine Herausforderung für sich. Doch was sind angenommene Herausforderungen, wenn nicht der Anspruch an sich selbst, sich stetig weiterzuentwickeln? In einem Praktikum bei Cap3 sieht man sich spannenden – aber eben auch herausfordernden – Aufgaben gegenüber. Während in der Anfangszeit noch Übungen dominieren, um Grundlagen zu erlernen, geht es schon bald an die eigentlichen Projekte.

Üben, üben, üben

Doch wie sehen diese Übungen aus? Im Bereich UX/UI Design umfassen diese unter anderem die Einarbeitung von Tools zur Erstellung von Screen Designs sowie das Üben von konzeptioneller Arbeit. Wie eine derartige Übung in der Praxis aussehen könnte und warum User Flows eine wichtige Rolle bei der Konzeption spielen, erklären wir in diesem Beitrag.

Die Idee zur App

Am Anfang steht, genau wie bei echten Projekten, die Idee: Als Übung ist eine Rezepte-App entstanden, welche Rezepte aus Printmedien scannen und in der App speichern soll. Diese App verwenden wir hier als Beispiel zur Veranschaulichung. Jene Idee diente nun als Grundlage und wurde im nächsten Schritt weiter ausgebaut. Das hieß also im Folgenden: Funktionen festlegen und den groben Aufbau planen, welcher dann mit Wireframes grafisch visualisiert wurde.

Wireframes_Rezeptia

Das Design-Konzept

Daraufhin entstand das Design-Konzept: Im Gegensatz zu den meisten echten Projekten, bei denen Vorgaben seitens des Kunden existieren, konnte man hier der Kreativität freien Lauf lassen und sich frei für Farben und Schriftarten entscheiden.

Farben_Rezeptia

alleSchriften_Rezeptia

Nachfolgend ging es an das Gestalten der Screens. Die Wireframes dienten hierbei als Grundlage. Mit dem Design-Konzept fügte sich alles immer mehr zusammen, aber um ein wirklich abgerundetes Nutzererlebnis zu schaffen, musste ein User Flow her.

Der User Flow für den Überblick

Doch was genau versteht man unter einem User Flow? In erster Linie sind User Flows Diagramme, welche Pfade grafisch darstellen und durch Pfeile miteinander verbinden. Diese Pfade werden vom Nutzer einer Applikation zurückgelegt, um bestimmte Aufgaben zu erledigen. Sie erfüllen somit den Zweck, Probleme und Bedürfnisse des Nutzers offenzulegen.

Userflow

Um das einmal zu verdeutlichen, nehmen wir als Aufgabe das Erstellen eines Rezeptes als Beispiel. Als Nutzer startet man auf dem Hauptscreen und wird dann durch einen Button zu einem Formular weitergeleitet. Hier gibt es viele Eintrags- und Einstellungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel auch das Eintragen von neuen Zutaten, welche der Pfad aufzeigt. Es gibt dann eine Abzweigung, welche, je nach Wunsch des Nutzers, zum Abbruch oder zur Speicherung des Rezeptes führen kann. Nicht direkt in dem Pfad integriert sind Validierungen, welche mögliche Eingabefehler des Nutzers aufzeigen. Diese Screens sind vor allem für die Entwicklung wichtig. Doch wie hat dieser User Flow jetzt bei der Gestaltung der Screens geholfen?

Bis zu den finalen Screens war es ein langer Weg. Zwar konnten die Wireframes als gute Grundlage genutzt werden, aber Probleme und Schwierigkeiten wurden oft erst bei der Erstellung der User Flows erkannt. So fehlten mitunter komplette Screens für das Verständnis oder Einzelkomponenten wie beispielsweise die „Zubereitungszeit“, die ausgetauscht wurde. Die Screens wurden somit ständig überarbeitet, um eine bestmögliche Nutzererfahrung zu erzielen. Also genau wie bei richtigen Projekten.

Auch Prototyping gehört zur Expertise eines jeden UX/UI Designers. Denn Prototypen eignen sich sehr gut, um einen ersten Eindruck von einer umgesetzten App zu bekommen. Sie erleichtern es dem Kunden, sich besser in das Produkt hineinzuversetzen, ohne die Notwendigkeit einer Implementierung zu diesem Zeitpunkt. Somit diente auch das Prototyping als gute Übung im Praktikum.

Hier geht es direkt zum Testen des Prototyps:

Fazit

Im Studium lernt man so einiges, aber leider auch nicht alles. Während man im Studium alles „hübsch“ gestaltet und sich um Funktionen und eine gute Usability zwar grundlegend Gedanken gemacht hat, geht man im Arbeitsleben doch noch etwas anders vor. Alles wird bedeutend detaillierter ausgearbeitet und Designs werden oft überarbeitet, um das Nutzererlebnis immer weiter zu optimieren. Im Studium werden Screens häufig gar nicht erst gestaltet oder komplett außer Acht gelassen, wobei sich jedoch während des Praktikums herausgestellt hat, dass diese unerlässlich für die Anwendungen sind. Auch das Arbeiten mit Komponenten, welche immer wieder verwendet werden können, ist eine Arbeitsweise, welche nicht unbedingt im Studium behandelt wird. Auch wenn es nur eine Übung und kein richtiges Kundenprojekt war, konnte man bereits sehr vieles lernen und dieses Wissen dann auf echte Projekte anwenden.

Ev Meyer
04.08.2022
Ev Meyer
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