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Versionierung von Designs in Abstract

Ein Artikel aus dem Bereich Cap3 Insights
Benjamin Lau
28.01.2020
Benjamin Lau

Seit Mitte 2016 ist Sketch bei Cap3 im Einsatz, um User Interfaces zu gestalten und Features für Webanwendungen und Apps zu planen. Die erstellten Designs werden über Invision an die Entwickler übergeben.

Unser Designteam hat sich vergrößert und es kommt nun häufig vor, dass mehrere DesignerInnen in einem Projekt arbeiten. Das hat zur Folge, dass unser Workflow komplexer geworden ist und die Tools aus unserer Sicht an Grenzen stoßen.

Es war an der Zeit unsere Sketch-Dokumente zu versionieren, um die Kollaboration zwischen den DesignerInnen im Team zu gewährleisten. Wir haben mehrere Tools getestet, die uns alle nicht vollkommen überzeugen konnten. Mit Abstract haben wir schließlich etwas Vielversprechendes gefunden.

Wie läuft die Versionierung bei Abstract?

Das System von Abstract erinnert an den Prozess in der Entwicklung: Es gibt einen Master – die aktuelle abgestimmte Version – und es können Branches, also Abzweigungen des Masters, erstellt werden, um neue Funktionen umzusetzen oder Vorhandenes zu ändern.

Versionierungsanimation

Jede neue Aufgabe innerhalb eines Dokuments bekommt einen eigenen Branch, damit genau nachvollzogen werden kann, durch wen und wann etwas geändert wurde. Wenn der Branch fertig ist, wird er abgeschlossen und zum Master hochgeladen oder verworfen. So entstehen automatisch neue Versionen der Dokumente.

Was wird versioniert?

Projekte sind unterschiedlich und somit auch die Anforderungen an die Versionierung. Pro Betriebssystem wird im Bestfall ein Dokument angelegt, in dem die Interfaces aufgebaut werden. Zusätzlich werden jeweils Sketch Library Dokumente angelegt. Diese sind dazu da, die Designkomponenten (Symbole) gesondert zu warten.

In der Library werden Symbole gewartet, die für jedes Betriebssystem von Relevanz sind. Hierunter fallen z. B.

  • Icons
  • Farben
  • Schriften
  • Formular-Komponenten
  • Assets
  • Buttons

Mit der Library als Quelle wird für die verschiedenen Sketch-Dokumente innerhalb eines Projekts eine Single Source of Truth angelegt. Dies bedeutet, dass bei Änderungen der Symbole auch die Designs aktualisiert werden. So kann systemübergreifend konsistent gearbeitet werden. Die Library wird mit demselben Versionierungs-Master-Branch-System gewartet wie die Interface Dokumente.

Handoff

Auch unsere EntwicklerInnen profitieren von Abstract. Im Design arbeiten wir oftmals an Features weiter, obwohl der Screen mit diesem Feature schon an die Entwicklung übergeben wurde. Jetzt haben wir die Möglichkeit, Versionen in die Entwicklung zu geben, die bis zur Freigabe von neuen Entwürfen unverändert bleiben.

Bei Updates können die EntwicklerInnen Änderungen mit der vorherigen Version vergleichen. Das macht die Übergabe übersichtlicher und weniger anfällig für Fehler. Die Dokumentation wird visuell unterstützt.

Versionsvergleich

Collections

Die Erstellung von Designs mit mehreren Beteiligten in agiler Arbeitsweise ist ein komplexer Prozess und die Organisation der Sketch-Dokumente wird zu einer zunehmenden Herausforderung. Mit der Einführung von Abstract haben auch Collections in unseren Workflow Einzug gefunden. Jedes Artboard, also ein Screen oder ein Symbol, kann zu einer Sammlung hinzugefügt werden.

Perfekte Anwendungsfälle für eine Collection sind z. B. Screensammlungen für ein Feature, einen Navigationspunkt oder eine Sammlung von Alternativen zu einem Feature, die dem Kunden/der Kundin zum Vergleich präsentiert wird.

Abstract bleibt!

Abstract ist kein Ersatz für gewissenhaftes, ordentliches Arbeiten, hilft uns aber die Prozesse sowohl in der internen (Design, Entwicklung, Projektmanagement) als auch in der externen Zusammenarbeit zu verbessern.

Benjamin Lau
28.01.2020
Benjamin Lau
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