KI bei Cap3: Wie sich unsere Arbeit verändert

Wie verändert künstliche Intelligenz kreative und technische Berufe in Schleswig-Holstein? Dieser Frage ist der NDR nachgegangen und war dafür auch bei uns in Kiel.
Kira Magedanz
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07.10.2026

Im Beitrag erzählen unser UX/UI-Designer Nils und Sandra, Softwareentwicklerin und Projektmanagerin, wie KI ihren Arbeitsalltag verändert. Der Artikel zum Nachlesen und der Beitrag in voller Länge ist beim NDR zu finden.

Wir nehmen den Beitrag zum Anlass, unseren Blick auf das Thema ausführlicher zu teilen: Wo unterstützt uns KI bereits? Und welche Fragen sind für uns noch offen?

KI erweitert unseren Werkzeugkasten

In unserer Softwareentwicklung ist KI inzwischen ein fester Bestandteil unseres Werkzeugkastens. Wir nutzen sie beim Programmieren, bei der Fehlersuche, bei der Recherche und bei der Arbeit mit API-Dokumentationen.

Dabei verändert KI nicht nur einzelne Arbeitsschritte, sondern auch die Art, wie wir an Probleme herangehen. Sie hilft uns, Zusammenhänge zu erfassen, verschiedene Lösungswege durchzuspielen und neue Perspektiven auf ein Problem zu gewinnen.

Neue Arbeitsweisen probieren wir gern dort aus, wo sich Aufgaben gut abgrenzen lassen. Die Erkenntnisse daraus fließen in unsere weitere Arbeit ein, auch wenn sie sich nicht eins zu eins auf jedes Projekt übertragen lassen. Denn je umfangreicher eine Anwendung ist, desto stärker rücken das Zusammenspiel mit bestehenden Strukturen, technische Abhängigkeiten und die Qualitätssicherung in den Vordergrund.

Im Design: mehr Raum für das Wesentliche

Auch im UX/UI-Design nimmt uns KI Arbeit ab. „Wir können uns im Design mehr auf das Wesentliche konzentrieren, weil wir kleinere Aufgaben an die KI abgeben können – wie das Befüllen von Formularen, die wir im Design zur Verfügung stellen“, sagt Nils im NDR-Beitrag. Außerdem macht KI Ideen früh sichtbar, sodass wir erste Varianten und Prototypen im Team diskutieren können.

Ein generierter Entwurf ist nicht automatisch gutes Design. Vorschläge der KI wirken auf den ersten Blick oft überzeugend, passen aber nicht immer zum konkreten Anwendungsfall. Wer nutzt die Anwendung? Welches Problem soll sie lösen? Welche technischen Rahmenbedingungen und Ziele gibt es? Diese Fragen zu beantworten und die passende Lösung auszuwählen, bleibt unsere Aufgabe.

Die Arbeit verschiebt sich

Auch in unserer Entwicklung verändert sich die Verteilung der Tätigkeiten. Bei KI-gestützten Aufgaben nimmt das eigentliche Schreiben von Code weniger Raum ein. Planung, Konzeption, Review und Verifikation werden dagegen wichtiger.

Denn auch Code, den eine KI vorschlägt, muss verstanden, eingeordnet und geprüft werden. Oder, wie Sandra es im Beitrag formuliert: „Die grundlegenden Entscheidungen sollten trotzdem bei uns bleiben. Wir müssen trotzdem Prozesse verstehen, einordnen und bewerten.“ Unser eigenes technisches und fachliches Verständnis wird dadurch noch wichtiger: Ist ein Ansatz sinnvoll? Welche Folgen hat er? Und passt er zur bestehenden Architektur und zu den Anforderungen im Projekt?

Wenn mit KI in kurzer Zeit viele Änderungsvorschläge entstehen, müssen auch Abstimmung, Tests und Reviews damit Schritt halten. Dabei können neue Engpässe entstehen, die wir in unseren Abläufen berücksichtigen.

Die Prozesse müssen mitwachsen

Mit neuen Werkzeugen allein ist es nicht getan. Damit KI sinnvoll zum Einsatz kommt, müssen auch unsere Entwicklungsprozesse mitwachsen.

Besonders wichtig sind klare Anforderungen, nachvollziehbare Spezifikationen und eine passende Testabdeckung. Wir müssen beschreiben können, was eine Anwendung leisten soll, und prüfen, ob die Umsetzung genau das tut. Auch rechtliche und sicherheitsbezogene Fragen gehören dazu.

Wir erproben deshalb, wie wir Aufgaben sinnvoll aufteilen, Änderungen nachvollziehbar halten und unsere Qualitätssicherung darauf abstimmen. Dabei entdecken wir neue Möglichkeiten, stoßen aber auch auf Fragen, auf die es noch keine fertigen Antworten gibt.

Wir lernen weiter

Die Möglichkeiten von KI entwickeln sich weiter, und wir sammeln fortlaufend Erfahrungen mit ihrem Einsatz. Welche Ansätze sich unter welchen Bedingungen bewähren, prüfen wir in der Praxis.

Wir begrüßen die neuen Möglichkeiten und erkunden sie Schritt für Schritt mit Interesse weiter. Über das, was wir dabei lernen, berichten wir hier.

Hier ist unser Erfahrungsbericht aus einer VB6-Migration mit Hilfe von KI-Agenten.

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